Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln Immer, wenn ich einen Fliegenpilz im Wald sehe, freue ich mich wie ein kleines Kind und muss unbedingt ein Foto machen. Weil sie einfach so märchenhaft unwirklich aussehen – das Rot und Weiß und die Punkte und drum herum das grüne Moos … Also ist diese kleine, feine Anleitung hier eine Ode an all die wunderschönen Fliegenpilze da draußen.

Was Du brauchst:

  • ca. 10 g weißes Baumwollgarn (Stärke 3,5 – 4)
  • ca. 10 g rotes Baumwollgarn (Stärke 3,5 – 4)
  • eine Häkelnadel (Stärke 4)
  • eine Stopfnadel
  • ein wenig Füllmaterial

Den Stiel häkeln

Der Fliegenpilz besteht aus drei Teilen: Dem Stiel, der Oberseite der Pilzkappe und der Unterseite der Pilzkappe. Wir legen jetzt erst mal mit dem Stiel los, der geht ein bisschen einfacher.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Du beginnst mit einem 4er Maschenring aus weißer Wolle. Hierfür legst Du aus der weißen Wolle einen Ring und häkelst 4 feste Maschen hinein. In der nächsten Runde häkelst Du in jede Masche 2 feste Maschen. In der zweiten Runde häkelst Du dann in jede zweite Masche 2 feste Maschen (und so weiter), bis Du im Rund 13 Maschen hast.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Jetzt wölbt sich das Häkelstück langsam zu einer Halbkugel. Kugeln oder Halbkugeln zu häkeln funktioniert immer gleich – in meinem Minion-Artikel findest Du die selbe Vorgehensweise. Sobald Du 13 Maschen hast, setzt Du noch 2 Runden in normalen festen Maschen (eine feste Masche pro Maschen-Loch häkeln) drauf, bevor Du wieder Maschen verringerst. Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Hierzu lässt Du jede zweite Masche aus und häkelst über sie „hinweg“, bis Du noch 9 Maschen im Rund hast. Dann setzt Du nochmal 4 Runden in festen Maschen drauf, bevor Du den Faden abschneidest und ihn durch die letzte Masche hindurchziehst. Lass den Endfaden ruhig ein bisschen länger, dann kannst Du ihn später noch zum Vernähen verwenden.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Das weiße Häkelstück (der Stiel) kann jetzt schon mal ausgestopft werden. Hierfür nehme ich immer Wollreste, die sich für nichts anderes mehr verwenden lassen, weil sie einfach zu kurz sind. Für alle längeren Wollreste habe ich hier einen wunderfeinen Artikel, in dem ich die besten Wollreste-Ideen zusammengefasst habe.

Den oberen Teil der Pilzkappe häkeln

Leider kann man den Fliegenpilz nicht in einem Stück häkeln, deswegen muss man die drei Einzelteile am Ende noch zusammennähen. Aber es sind bei Weitem weniger Teile als zum Beispiel bei diesem Amigurumi-Häschen hier, also nicht verzweifeln.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Jetzt nimmst Du das rote Garn und fängst ebenfalls mit einem 4er Maschenring an. Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Den Maschenring vergrößerst Du, bis Du im Rund 30 Maschen insgesamt zählst. Dann setzt Du nochmal eine Runde drauf, schneidest den Faden ab und ziehst ihn durch die letzte Masche.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Durch die allmähliche Maschenzunahme (in der ersten Runde von 4 auf 8 Maschen, in der zweiten Runde von 8 auf 16 Maschen, in der dritten Runde auf 20, in der vierten Runde auf 25 und in der fünften Runde auf 30) hast Du schon genug Runden beisammen, damit eine ausreichend große, halbkugelähnliche Kappe entsteht.

Den unteren Teil der Pilzkappe häkeln

Hierzu gibt es nicht allzuviel zu sagen: Du beginnst mit einem 4er Maschenring, den Du allerdings permanent erweiterst, indem Du in Spiralrunden feste Maschen häkelst.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

In den ersten 3 Runden stichst Du in jede Masche zwei Mal ein, ab dann nur noch in jede zweite Masche zwei Mal bis Du schon in der vierten Runde 30 Maschen hast. So entsteht ein rundes, flaches Häkelstück, das die Unterseite der Pilzkappe bildet. Wenn Du den Endfaden abschneidest und durch die letzte Masche ziehst, lässt Du wieder ein bisschen mehr Faden dran als sonst, damit Du ihn zum Zusammennähen verwenden kannst.

Die Einzelteile zusammennähen

Jetzt musst Du nur noch Unter- und Oberseite aneinandernähen, den Stiel anbringen und die weißen Punkte aufnähen – dann ist Dein Pilz auch schon fertig.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Wenn Du die Unterseite der Kappe bündig auf den unteren Rand der Oberseite legst, kannst Du die beiden Teile am Rand rundherum zusammennähen. Die Schlingstiche dürfen ruhig sehr fest sein, damit sich eine Kante bildet. Bevor Du mit den letzten Stichen die beiden Teile endgültig vernähst, stopfst Du die Kappe wieder mit etwas Füllmaterial aus.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Wenn Du fertig bist, kannst Du die Unterseite nochmal etwas platt drücken, damit es auch wirklich eine Kappe ist. Die Unterseite sollte sich zur Mitte hin etwas eindellen lassen, also musst Du darauf achten, nicht zu viel Füllmaterial hineinzugeben. Sonst hast Du eine kleine Kugel statt einer Kappe.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Mittig auf der Unterseite platzierst Du nun die offene Oberseite des Stiels und fixierst sie mit ein paar Stecknadel. Dann nähst Du sie mit dem weißen Endfaden an, den Du vorhin noch ausreichend lang drangelassen hast.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Jetzt musst Du nur noch mit weißem Faden die Punkte anbringen. Hierzu kannst Du ebenfalls noch den weißen Faden vom Annähen des Stiels verwenden, den Du einfach nach dem letzten Stich nicht vernähst, sondern von unten mittig direkt am Stiel in die Kappe einstichst, sodass der Faden auf der Oberseite aus irgendeinem Maschenloch wieder herauskommt. Dann stichst Du im daneben liegenden Loch wieder ein und lässt die Nadel wieder an einer anderen Stelle rauskommen, an der der nächste weiße Fliegenpilz-Punkt sein soll. Die Punkte sollten nicht zu dicht platziert sein, sondern sich ein bisschen gleichmäßig verteilen.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Wenn Du fertig bist, kannst Du den Faden an der Unterseite der Kappe vernähen und mit der Stopfnadel noch ein bisschen die Punkte aus Schlingstichen etwas auflockern, indem Du sie mit der Nadel unterhebst und leicht nach außen ziehst. Dann sitzen sie nicht so dicht an der Kappe und sind besser sichtbar.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Lisitipp: Fliegenpilze sehen am besten aus, wenn sie auf einem Stück Moos sitzen. Als Tischdeko kannst Du hierfür ein bisschen Moos sammeln, es in eine Schale geben (vielleicht noch mit ein paar weiteren herbstlichen Fundstücken – Eicheln, Kastanien, bunten Herbstblättern …) und die Pilze oben drauf platzieren. Damit sie auch schön an ihrem Platz bleiben, schneidest Du einen Holz-Zahnstocher auseinander und steckst ihn vorsichtig unten in den Pilz-Stiel hinein, sodass das spitze Ende unten noch rausschaut. Dann kannst Du den jeweiligen Pilz ganz einfach genau da ins Moos stecken, wo Du magst und er kullert nicht wieder runter.Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

Lisitipp: Ich stelle mir die Pilze auch als Deko für’s Fensterbrett sehr schön vor – in einem großen Einmachglas mit Bügelverschluss. Unten im Glas eine Schicht Eicheln oder Kastanien, dann eine Schicht Moos und oben drauf zwei Pilze. Dann noch ein rot-weiß kariertes Stoffband um den Deckel des Glases herum … Das könnte man fest verschlossen sogar vor die Haustür stellen! Ich glaube, das probier ich bald mal aus. Und zeige Euch das Ergebnis auf meiner Facebook-Seite. 🙂Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

<<< Wenn Euch jetzt auch der Herbst erwischt hat, dann schaut doch auch mal in meine Anleitung für einen herbstlichen Traumfänger  rein – mehr Herbst im Haus geht fast gar nicht! >>>

2 Gedanken zu “Anleitung: Amigurumi-Fliegenpilze häkeln

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