Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel strickenSocken stricken ist eine feine Sache – man kann sie super verschenken oder sie selbst anziehen und sich damit gemütlich auf’s Sofa kuscheln. Aber was macht man mit den ganzen Wollresten, die übrig bleiben? Na klar: Mehr Socken stricken. Meine besten Tipps dazu und vor allem, wie man die Garnübergänge unsichtbar hinbekommt, erfahrt ihr hier.

Es ist mal wieder Zeit für einen ausführlichen Lisitipps-Artikel. Einfach, weil ich selbst sehr lange gebraucht habe, um meine Technik für die Reste-Socken zu perfektionieren und ich mich sehr gefreut hätte, über dieses Wissen schon ein bisschen früher verfügen zu können.

Socken haben mich zum Stricken zurückgebracht

In Der Grundschule hatte ich es zwar schon gelernt, aber gehasst wie die Pest. Ich war zu ungeduldig, die Wolle hat gestremmt, die Maschen sind mir von der Nadel gefallen. Der blanke Horror für jedes neunjährige Kind.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

In einem verregneten Urlaub im Jahr 2007 hatte meine Mama ihre Sockenwolle dabei und ein zusätzliches Nadelspiel. Und ich fand die Idee toll, dem Lieblingsmenschen zu Weihnachten ein Paar Socken zu stricken.

Dieses Paar Socken hat er immer noch und ich bin seither mehr als angefixt. Auch wenn ich mittlerweile viele andere schöne Dinge stricke (wie Schals, Stirnbänder oder Mützen), sind Socken immer noch eine meiner liebsten Dauer-Strickereien.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Aus einem normalen 100g-Knäuel Sockenwolle wird bei mir immer ein Paar und ca. ein halbes. Also hebe ich die Reste-Wolle auf und stricke neue Sockenpaare mit verschiedenen Wollen.

Lisitipp: Wolle abwickeln

Ich wickle den Wollrest zu einem festen runden Knäuel. Dann nehme ich das Ende des Fadens, und wickle ein zweites Knäuel vom ersten Knäuel ab, bis die beiden Knäuel genau gleich groß sind.

So habe ich für jeden der beiden neuen Socken eine Menge des Garnrestes, der dann ungefähr gleich lang ist.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Garnwechsel: So unauffällig wie möglich

Früher habe ich einfach, wenn das erste Garn fast zu Ende war, ein neues genommen und ganz am Ende auf der Innenseite des Sockens die beiden Garn-Enden verknotet.

Sehr unpraktisch, weil die Knoten entweder aufgehen, auf der Haut drücken und trotzdem kleine Lücken an den Stellen entstehen, wo man die Fäden verknotet.

Meine jetzige Technik ist viel, viel besser und so gut wie unsichtbar: Du srickst so lange, bis der Garnrest noch ca. 10 – 15 cm lang ist.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Dann nimmst Du den zweiten Garnrest und wickelst ein Stück davon ab.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Dann legst Du den zweiten Garnstrang so auf den ersten, dass er mit ca. 5-6 cm hinten übersteht. Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Also überlagern sich die beiden Stränge quasi. Mit diesem doppelt genommenen Garn strickst Du nun weiter.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Du musst darauf achten, dass die beiden Fäden immer bündig sind und nicht einer der beiden zu locker wird, sonst sieht man später an der Übergangs-Stelle etwas.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Die Maschen sehen eigentlich wie ganz normale rechte Maschen aus, nur sind sie eben mit doppeltem Garn gestrickt.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Sobald vom eigentlich ersten Garn nur noch ein ca. 5 – 6 cm langes Stück übrig ist, lässt Du es auf der Innenseite der Socke hängen und strickst mit dem einen Garn weiter, das Du als zweites dazu genommen hast.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Sobald Du mal ein paar Runden weiter gestrickt hast, kann man die Stelle kaum noch von einer „normalen“ Runde unterscheiden. Wenn man mit den Fingern vorsichtig drüberstreicht, spürt man zwar eine Erhebung, aber sie ist wirklich nicht auffällig oder störend.

Lisitipp: Garnübergang an der Oberseite

Du solltest aber trotzdem darauf achten, den Übergang nicht an einer stark beanspruchten Stelle (wie zum Beispiel der Fußsohle) zu machen. An der Oberseite ist immer besser, da kann dann auch wirklich nichts drücken.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Ein weiterer Pluspunkt dieser Technik: Durch das „Verstricken“ des Garn-Endes mit dem Garn-Anfang des zweiten Knäuels kannst Du Dir das Vernähen sparen. Wenn Du die Socke auf links drehst, siehst Du die Stellen, an denen Du einen Garnwechsel vorgenommen hast.Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

Es genügt, wenn Du die einzelnen Fäden nochmal etwas festziehst und sie dann in einer Länge von ca. 3 cm abschneidest. Sie hängen dann einfach lose im Inneren herum und stören nicht weiter.

Lisitipp: Garnwechsel über eine Nadellänge

Du solltest den Übergang, den Du mit beiden Garnen gleichzeitig strickst über die Länge von einer Nadel (also 14 bis 16 Maschen) ausführen. Dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich eines der Fadenenden wieder löst (und wenn, müsste es sich schon über eine Länge von 14-16 Maschen lösen, damit sich da was auftrennt. Das wird aber nicht passieren).Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

<<< Ich bin immer sehr happy, wenn ich aus meinem Reste-Vorrat noch ein paar schöne kunterbunte Sockenpaare zaubern kann. Die Garnreste sind alles viel zu schade, als dass man sie in einer Kiste verstauben lässt! >>>

2 Gedanken zu “Lisitipps: Reste-Socken mit unsichtbarem Garnwechsel stricken

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