Selbstgemachtes verkaufen – Teil 3: Bildbearbeitung mit Canva

Selbstgemachtes verkaufen – Teil 3: Bildbearbeitung mit CanvaDu hast Dich vielleicht schon mal gefragt, wie Kathi und ich unsere Bilder für diverse Blogartikel bearbeiten bzw. Grafiken ganz neu erstellen. Heute verrate ich es Dir: Auf www.canva.com. Das Netz ist zwar voll von ganz tollen, professionellen Bildern, aber mit Urheberrechten darf man eben wirklich nicht spaßen. Immer wieder hört man Horror-Geschichten von Abmahnungen, die sich auf Tausender-Beträge belaufen können. Deshalb unsere Devise: Eigene Bilder!

Warum brauche ich überhaupt Bilder?

Vor allem, wenn Du Deine selbstgemachten Sachen im Netz verkaufst, brauchst Du einfach gute, ansprechende Bilder. Anders als in einem Laden oder auf einem Basar können mögliche Käufer Deine Ware nicht einfach anfassen und sie sich genau anschauen –  also entscheidet das Bild darüber, ob sie sich die selbstgetrickte Norwegermütze, den selbst gehäkelten Schal etc. überhaupt näher ansehen.

Genauso wichtig sind gute Bilder für einen eigenen Blog, für Instagram oder eine Facebook-Seite. Gerade im Internet sind visuelle Reize so enorm wichtig und beeinflussen sogar, ob wir uns auf einer Website gerne aufhalten oder einfach weiter surfen.

Und Bilder von Stock-Photo-Seiten?

Auch wenn manche Bilder dort kostenlos zum Download angeboten werden, heißt das nicht, dass Dir der Urheber explizit die Erlaubnis erteilt hat, die Bilder auf Deiner Website einzubinden. Eine Abmahnung kann nicht nur erfolgen, wenn der Urheber den Verstoß meldet, sondern eine beliebige Person, die Dir vielleicht schaden will.

Wenn Du doch mal Bilder benutzen möchtest, die Dir nicht gehören, dann frage einfach direkt den Urheber (vgl. unseren „Rosy Green Wool„-Artikel ). Um ganz sicher zu gehen, immer eine schriftliche Einwilligungserklärung zur Nutzung der Bilder vom Urheber geben lassen! Und natürlich im Artikel kennzeichnen, woher Du die Bilder hast.

Puuh, ein ganz schöner Aufwand. Leichter geht es da mit den eigenen Bildern. Aber wie bearbeitet man die professionell? Wer kein Photoshop-Experte ist, dem hilft manchmal auch schon der Microsoft Office Picture-Manager für Farbabgleich und Zuschneiden weiter. Aber was ist mit einer schönen Schrift? Oder anderen kleinen Kinkerlitzchen und Symbolen, die man gerne in einer Grafik hätte? Canva bietet Dir hier unendlich viele Möglichkeiten.

Was muss ich über Canva wissen?

Es geht kinderleicht: Erstelle Dir einen kostenlosen Account, wähle die Größe des Bildes, das Du erstellen willst (Facebook-Cover, Postkarte, Präsentation, Social-Media … ) und los geht’s. Rechts befindet sich der Bildformat-Ausschnitt, in dem Du die einzelnen Elemente platzierst. Links davon kannst Du verschiedene Bild- oder Textelemente auswählen, oder eigene Bilder hochladen und verwenden.

Damit das Ganze kostenlos bleibt, achte darauf, dass Du nur die mit “Free” gekennzeichneten Symbole, Textelemente und Bilder verwendest. Farbe, Größe, Schriftart und Transparenz der Bild- und Textelemente lassen sich auch ganz einfach auswählen und bearbeiten, wenn Du sie einmal rechts im Bildausschnitt platziert hast.

Die einzelnen Unterkategorien aus bereits von Canva vorgeordneten Elementen sind relativ selbsterklärend. Bei “Lines” gibt es Linien und Rahmen, in “Textholders” und “Stickers” lässt sich Text einfügen. Unter “Icons” beispielsweise verbirgt sich eine schier endlose Auswahl an kostenlosen Figuren, Gegenständen, Lebensmitteln, Tieren – sogar Zombie-Silhouetten gibt es mittlerweile.

Ein Bilder-Beispiel

Wenn Du Dir jetzt denkst: „Wie soll ich ohne Spiegel-Reflex-Kamera überhaupt schöne Bilder hinbekommen?“, kann ich Dich beruhigen. Ich bin selbst noch blutiger Foto-Anfänger, weshalb ich mich mit einer Sony Cybershot Kompaktkamera begnüge. Für meine Aufnahmen reicht sie mit der Schärfe-Einstellung vollkommen aus – und gute Nahaufnahmen macht sie auch. Außerdem machen mittlerweile bereits auch viele Handy-Kameras sehr gute Bilder!

Mein Lisitipp

Ohne Blitz, am besten draußen fotografieren und immer Defokussierung einstellen. Dann wird der Hintergrund unscharf und das „Model“ im Vordergrund kommt gut zur Geltung. Hier folgt mal ein kleines Bild-Bearbeitungs-Beispiel:

Selbstgemachtes verkaufen – Teil 3: Bildbearbeitung mit CanvaWas mir immer besonders gut gefällt, sind schwarz-weiß-Bilder mit irgendeiner Schrift drauf. Hier habe ich ein Bild von mir mit Strickmütze verwendet. Die Farbsättigung auf Null setzen kannst Du entweder vorab, oder auf Canva, nach dem Hochladen und Auswählen. Einfach über Rechtsklick auf das Bild den „Filter“ anwählen, Farbe bearbeiten, Größe des Bildes anpassen, fertig.

Selbstgemachtes verkaufen – Teil 3: Bildbearbeitung mit CanvaUm das Ganze mit einer schönen Schrift zu versehen, kannst Du entweder rechts in der Taskleiste bei “Textholders” oder “Stickers” fündig werden, oder Du fügst selbst einen Text ein unter “Text” – “Add Text”.
Die Icons,  Textelemente und Banner kannst Du ganz nach Belieben anordnen.

Wie Du siehst, hab ich bei meinem Beispielbild vom Pinterest-Blogartikel noch das Pinterest-Icon eingefügt (auch das gibt es kostenlos bei Selbstgemachtes verkaufen – Teil 3: Bildbearbeitung mit CanvaCanva) und habe mir eine Pin-Nadel gesucht. (Suchbegriffe am besten immer auf englisch eingeben.)
Und fertig ist das bearbeitete Bild! Mit einem Canva-Hintergrund und anderen Elementen Deiner Wahl kannst Du auch eine Grafik aus dem Nichts erschaffen und auf Deinen Social Media Kanälen oder Deinem Blog verwenden. Ich hab schon viel, viel Spaß gehabt mit Canva und bin immer wieder begeistert, was man mit ein wenig Geschick, Kreativität und diesem kostenlosen Programm alles anstellen kann!

7 Gedanken zu “Selbstgemachtes verkaufen – Teil 3: Bildbearbeitung mit Canva

    1. Gerne- ich bin total verliebt in das Programm. Ich benutze es vor allem für meine Anleitungen, um Bilder nebeneinander anzuordnen und zu nummerieren. Und natürlich für die Blogartikel-Titelbilder. 🙂
      Liebe Grüße,
      Lisi

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