Kathi’s „Stoff-Haul“: Stoffmarkt Holland

Kathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt HollandDiesmal gibt´s einen Material-Beitrag über einen Stoffmarkt, den Du vielleicht schon kennst: Den Stoffmarkt Holland, der seit 2004 zweimal im Jahr durch Deutschland tourt. Ich war vor kurzem in Freising zum ersten Mal dort. Meine Beute, Tipps zum Einkauf und mein Fazit präsentiere ich heute hier.

Kathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt HollandDas Prinzip ist simpel: Die holländischen Veranstalter des Stoffmarktes reisen mit Ständen und eigenen Stoffen an, zusätzlich können sich Stoffhändler aus der Nähe der jeweiligen Veranstaltungsorte ebenfalls Standplätze buchen. Das sorgt für noch mehr Auswahl und die lokalen Geschäfte können noch ein bisschen Werbung für sich machen.

Große Auswahl, großer Andrang

In Freising fand das ganze auf einem Parkplatz statt, dank gutem Wetter konnte man in Ruhe stöbern. Wobei „in Ruhe“ auf dem Stoffmarkt bedeutet, dass man sich ein Plätzchen an einem der Stofftresen erkämpft, um das Angebot zu betrachten – es ist nämlich ganz schön voll vor den Ständen!

Die Verkäufer sind deutlich in der Unterzahl, deshalb muss man manchmal ein bisschen warten, bis man seine Meterware abgeschnitten bekommt und bezahlen darf. Dafür gibt´s aber eine Auswahl, mit der es kaum ein einzelnes Stoffgeschäft aufnehmen kann.

Meine Beute

Mein „Stoff-Haul“ war größer als geplant (keine wirkliche Überraschung!). Ich habe ungefähr 120,- Euro ausgegeben und dafür 8,5 Meter Stoff, einen Reißverschluss und eine Rolle Schrägband bekommen. Und hier sind meine Schätze:

1. Blauer Baumwollstoff

Dieses Kornblumenblau hat es mir angetan. Auf dem Foto kommt das Blau etwas heller rüber. Der Stoff ist dünne, weichfließende, aber blickdichte Meterware aus Baumwolle.
Geplantes Projekt: Bluse mit StehkragenKathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt Holland

2. Baumwollsatin mit Asiamuster

In diesen Stoff hab ich mich sofort verliebt! Er ist etwas dehnbar, etwas fester und hat einen leichten Glanz.
Geplantes Projekt: Kastiges Top mit kurzen ÄrmelnKathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt Holland

3. Ramie mit Ethnoprint

Ramie ist eine Naturfaser wie Leinen, nur weicher. Dieser Stoff hat ein tolles Ethnomuster und ist leicht transparent.
Geplantes Projekt: Ärmellöses MaxikleidKathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt Holland

4. Crêpe de Chine aus Seide mit Blüten

Der teuerste Stoff meines Hauls, der Meter hat 27,90 Euro gekostet. Der Crêpe hat eine glänzende und eine matte Seite.
Geplantes Projekt:  Perfekt für eine Kimono-Jacke!Kathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt Holland

5. Dehnbarer Köper in Signalfarbe

Die Farbe sieht auf dem Bild harmlos aus, in Wirklichkeit ist sie seeeeehr auffällig – mein Freund bezeichnet sie als „ultralachs“ 😉
Geplantes Projekt: Taillenhoher Midirock mit KellerfaltenKathi's "Stoff-Haul": Stoffmarkt Holland

Meine Tipps:

  • Nimm auf den Stoffmarkt am besten eine geräumige Schultertasche mit. Dann brauchst Du keine Plastiktüten von den Händlern (schont die Umwelt) UND Du hast immer die Hände frei zum Stöbern nach weiteren Stoffen. Manche Einkäuferinnen kommen extra mit Trolleys zum Stoffmarkt, die finde ich allerdings unpraktisch im Gedränge an den Ständen.
  • Nimm genug Bargeld mit.
    Einige Händler bieten zwar EC-Zahlungsmöglichkeit an, am schnellsten und einfachsten ist aber immer noch die Barzahlung. Außerdem kannst Du Dir dann vorher ein Limit setzen, wieviel Du ausgeben willst. Wenn das Bargeld alle ist, ist Schluss. Ich hab mich sogar dran gehalten!
  • Kauf einen Stoff am Besten nur, wenn Du schon ein bestimmtes Nähprojekt dafür im Kopf hast.
    Wenn Du Stoff nur kaufst, weil er „schön“ ist, läuft er Gefahr, im Regal zu verstauben. Das ist jedenfalls bei mir so.
  • Nerv die Verkäufer mit Fragen.
    Nicht alle Stoffballen sind mit einer Materialbezeichnung versehen. Bei Unsicherheiten deshalb lieber fragen, damit Du Dein Nähprojekt richtig waschen oder reinigen kannst.

Mein Fazit

Ich habe Stoffe gefunden, die sogar online schwer zu ergattern sind, geschweige denn in stationären Stoffläden. Mit so einer Auswahl hätte ich nie gerechnet, und die Preise waren sehr günstig. Da geh ich wieder hin!

Und nehm mir das nächste Mal mehr Zeit. Meine Schwester und ich hatten ein Zeitlimit von 1,5 Stunden. Ich bin den kompletten Stoffmarkt einmal abgelaufen, hatte aber keine Minute zuviel und hab dauernd auf die Uhr gekuckt. Das nächste Mal plane ich entspannt drei Stunden ein und nehm noch ein bisschen mehr Geld mit!

8 Gedanken zu “Kathi’s „Stoff-Haul“: Stoffmarkt Holland

  1. Liebe Kati, jetzt wo ich Deine tolle Stoffausbeute sehe, reut es mich doch ein bißchen das ich nicht hingefahren bin. Freising wäre auch mein Einzugsgebiet. Der Ramie ist umwerfend! Man bekommt diese Faser leider viel zu selten.
    Ich schließe mich Deinem Geldlimit Tipp an. Am besten wirklich nur eine bestimmte Summe einstecken und Kreditkarte zuhause lassen. Der ‚Das ist die einzige Gelegenheit‘-Effekt lässt alle Sicherungen durchbrennen.
    Jetzt bin ich schon gespannt was Du aus den Stoffen zaubern wirst, liebe Grüße Tutti

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    1. Liebe Tutti,

      Zum Glück kommt der Stoffmarkt ja immer wieder – vielleicht treffen wir uns beim nächsten Mal! Mit dem Ramie bin ich auch sehr glücklich, im Sommer gibt es einfach nichts Angenehmeres auf der Haut als Naturfasern.

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  2. Ich bin regelmäßig auf unserem „Holland-Stoffmarkt“. In diesem Jahr hat mir ein Händler ein nettes Angebot gemacht, nachdem ich ihn gefragt habe: und wenn ich mehr vom Stoff benötige?
    Einfach ein Stückchen vom Stoff fotografieren, das Foto per mail an ihn versenden und kurz dazu schreiben, wieviel ich möchte. Dann wird er mir zugeschickt. Super Sache:-))

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    1. Liebe kathriene,
      Ja perfekt! Dass ich da nicht draufgekommen bin! Ich hab nämlich den Crêpe de chine schon verarbeitet und jetzt bin ich süchtig und hätte gern mehr davon …

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  3. Das Wort „haul“ heisst in etwa „Beute“. Viele Blogger präsentieren unter diesem Stichwort stolz ihre neuesten Einkäufe, zB. Make-up, Klamotten – oder eben Stoffe. Ich hoffe, ich hab’s verständlich erklärt 🙂

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  4. ah, danke….ich dachte, es sei ein Dialektausdruck;-))

    Meistens werfen die Händler zu dem Stoff ein bißchen Werbung mit in die Plastiktasche. Schau doch mal nach, ob du so den Namen erfährst. Es macht den Eindruck, als sei es gängige Praxis….Stoff nach Deutschland zu versenden.

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  5. Deinem Beitrag kann ich auch nur zustimmen. Das Angebot und die Preise haben mich umgehauen. Auch ich war nicht zum letzten Mal dort. Dieses Mal habe ich nur so ungefähre Projekte im Kopf gehabt, das wird beim nächste Markt besser. Ich werde konkret mit Vorgaben zum Stoffmarkt gehen und auch genügend Bargeld einstecken.
    Auch werde ich das nächste Mal erst den ganzen Markt abgehen, vergleichen und dann erst kaufen. Die Händler haben genug Stoffe dabei und ich war dieses Mal auch gleich Vormittags dort. Da war es noch nicht so voll.
    Hier sind meine Eindrücke vom Markt http://tinabhh.de/stoffmarkt-holland-in-hamburg-alsterdorf/ (Kannst den Link auch wieder löschen, wenn du keine Links möchtest 🙂 )

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