Anleitung: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn häkeln

Anleitung: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-GarnLetzte Woche habt ihr in einem Materialtest schon einiges über das vegane Baumwollgarn von myboshi zu lesen bekommen. In diesem Artikel folgt die Anleitung für eine niedlich bunte Amigurumi-Kitty, gehäkelt aus dem veganen Garn. Das Häkeln geht ganz leicht, also eignet sich die Anleitung auch hervorragend für alle Häkel-Anfänger.

Vom Tofutier zur Kitty

Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich aus dem Garn häkeln könnte. An etwas Gestricktes habe ich gar nicht erst gedacht, irgendwie wollte ich unbedingt etwas häkeln. Passend zum veganen Thema hatte ich zuerst an ein Tofutier gedacht – irgendein Fantasie-Tier mit großem Kopf eben.

Aber als es dann halb fertig war, sah es einfach aus wie eine Katze. So sei es also – Kitty ahoi, hier kommt die Häkelanleitung. Alles, was Du dafür können musst, sind feste Häkelmaschen. Also ganz easy-peasy.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Was Du brauchst:

  • je ein Knäuel folgender Lieblingsfarben NO. 2 von myboshi: Elfenbein, Ocker, Minze und Rouge
  • eine Häkelnadel (Stärke 5)
  • ca. 200 g getrocknete Kichererbsen (oder Erbsen)
  • zwei Knopf-Augen
  • eine Schere
  • weiches Füllmaterial

Lisitipp: Die Farbauswahl

Natürlich kannst Du auch andere Farben für Dein Kätzchen auswählen. Ich wollte den Kopf erst wild gestreift machen, da hat der Lieblingsmensch aber zu Recht gemeint, dass das zu bunt wäre. Hach, wenn ich ihn nicht hätte …

Die gedeckten Farben finde ich gerade so schön, weil sie so unaufdringlich sind. Passt sehr gut zu einem Kuscheltier für kleine Menschen. Für wen meine Kitty ist? Erst mal für mich natürlich! Aber ich behalte die Anleitung im Hinterkopf, wenn ich mal ein schönes Baby-Geschenk brauche.Anleitung: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Schritt 1: Den riesigen Kopf häkeln

Die ganze Kitty besteht eigentlich nur aus gehäkelten Runden. Du beginnst immer mit einem Maschenring, den Du durch Maschenzunahme zu einer Halbkugel werden lässt. Aber erst mal der Reihe nach.

Für den Kopf beginnst Du mit einem Maschenring aus 5 festen Maschen. Hierzu legst Du eine Schlaufe aus dem Elfenbein-Garn und häkelst 5 feste Maschen in den Ring. Für die Zunahme häkelst Du in der ersten Runde in jede Masche 2 feste Maschen. In der zweiten Runde häkest Du in jede zweite Masche zwei feste Maschen, in der dritten Runde in jede dritte Masche und so weiter.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Die Maschenzunahme machst Du so lange in den regelmäßigen Abständen, bis Du insgesamt 60 Maschen in einer Runde hast. Jetzt häkelst Du in Runden weiter, bis Du (von Beginn des Maschenrings an gezählt) 20 Runden hast.

Dann beginnst Du mit der Maschenabnahme, bei der Du immer 5 Maschen häkelst und dann eine Masche auslässt. Sobald noch ein ca. 2-Euro-Stück großes Loch vorhanden ist, stopfst Du den Kopf mit weichem Füllmaterial so aus, dass er gut seine Form behält.

Allzu voll solltest Du ihn allerdings nicht stopfen – natürlich geht immer noch was rein, weil sich das Baumwollgarn ja dehnt. Aber dann ist der Kopf nicht mehr so schön flauschig-weich.

Schritt 2: Augen und Ohren

Als Augen kannst Du entweder Knöpfe verwenden, oder Du besorgst Dir Knopfaugen mit Stiel. Meine habe ich bei Butinette.de bestellt – die habe ich in kleinerer Ausführung auch schon für meinen kleinen gehäkelten Hasen verwendet.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Die Augen platzierst Du knapp unterhalb der Mitte des Kopfes, ca. 6 cm auseinander. Das Gute an den Knopfaugen ist, dass man sie erst mal probehalber in den Kopf stecken kann. Gefällt einem die Platzierung nicht, kann man sie eben so lange wieder umstecken, bis einem das Katzengesicht gefällt.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Für die Ohren nimmst Du das Ocker-Garn und schlägst 6 Luftmaschen an. Dann häkelst Du eine Hin- und dann eine Rückreihe feste Maschen. Ab der zweiten Hinreihe lässt Du immer die erste Masche in der Reihe aus – so entsteht Reihe für Reihe eine Art Dreieck. Sobald Du nur noch 2 Maschen übrig hast, umhäkelst Du das Dreieck einmal rund herum mit festen Maschen. Und fertig ist das Öhrchen.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Wenn das zweite Ohr auch fertig ist, steckst Du sie beide oben am Kitty-Kopf dort fest, wo sie später sitzen sollen. Hier hast Du eben auch die Möglichkeit, die Position der Ohren so lange anzupassen, bis sie Dir taugt. Dann nähst Du die Ohren fest und vernähst die Fäden.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Schritt 3: Den Kichererbsen-Körper häkeln

Für den Körper beginnst Du (wie beim Kopf) mit einem 5er Maschenring. Hierzu nimmst Du das ockerfarbene Garn. Den Maschenring vergrößerst Du mit der gleichmäßigen Maschenzunahme so lange, bis Du 40 Maschen im Rund hast.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Sobald Du (vom Beginn des Maschenrings an gezählt) 12 Runden hast, wechselst Du zum Minze-Garn und häkelst hiermit nochmal 5 Runden. Dann schneidest Du den Faden ab und ziehst ihn durch die letzte Masche durch. Den Endfaden verknotest Du auf der Innenseite noch mit den restlichen losen Fäden, damit sich nichts mehr auftrennen kann.

Damit der Körper schön schwer ist und das Kätzchen später gut sitzen kann, füllst Du den Körper jetzt mit trockenen Kichererbsen (oder Erbsen). Reis oder Linsen wären etwas zu klein und sie würden vielleicht durch die groben Maschen hindurchfallen oder sich womöglich durchdrücken..Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Lisitipp: Kichererbsen zur Vorsicht einnähen

Wenn das Kätzchen für ein Kleinkind gedacht ist, gehst Du mit den Kichererbsen lieber auf Nummer sicher. Entweder, Du lässt sie weg (nicht, dass doch mal eine Kichererbse aus dem Körper rausfällt und das Baby eine verschluckt) oder, Du nähst die Kichererbsen in einen kleinen Stoffbeutel fest ein, damit auch wirklich keine rausfallen kann.

Der Stoffbeutel muss nicht passgenau sein, er kann größer sein als der Körper – wenn Du den Beutel nur mit der Menge an Kichererbsen füllst, die gut in den Körper passt, kannst Du den restlichen Beutel zusammenknüllen, wenn Du ihn in den Häkelkörper steckst.

Schritt 4: Kopf und Körper zusammennähen

Den Kopf kannst Du jetzt ganz einfach auf den Körper setzen, ihn mit Stecknadeln fixieren und ihn rund herum festnähen. Das hat mich ein paar Nerven gekostet! Erst mal bin ich fast ganz am Anfang des Vernähens mit dem Vernäh-Garn an einer der Stecknadeln hängen geblieben und habe dem Körper einen kleinen Ruck versetzt – dabei ist er mitsamt dem Kopf kurz umgefallen und ein paar Kichererbsen sind mir davon gekullert.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Das war ok, weil ich mir dann gedacht habe: „Jetzt halte ich den Kopf aber gut fest beim Vernähen!“

Ungefähr 5 Minuten später ist mir das Selbe nochmal passiert – diesmal hatte ich aber so heftig am Garn gezogen, dass mir Kitty-Kopf und -Körper fast vom Tisch gehupft sind. Ich habe 10 Minuten gebraucht, um alle im Wohnzimmer verstreuten Kichererbsen wiederzufinden. Wahrscheinlich werden beim nächsten Großputz immer noch welche unter der Kommode oder unter dem Sofa zum Vorschein kommen.

Schritt 5: Arme und Beine häkeln

Die Katzen-Ärmchen und die Beine gehen ganz leicht: Für beides schlägst Du einen 5er Maschenring an, den Du für die Arme auf 10 Maschen im Rund vergrößerst, für die Beine auf 14 Maschen im Rund.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Dann häkelst Du in wechselnden Farb-Abfolgen einfach nur in Runden weiter. Hier kommen die einzelnen Farb-Abfolgen in der richtigen Reihenfolge:

Arme:

  • 4 Runden Rouge, 3 Runden Minze, 3 Runden Ocker, 4 Runden Elfenbein.

Beine:

  • 5 Runden Ocker, 3 Runden Minze, 3 Runden Rouge, 4 Runden Elfenbein.

Die Ärmchen werden dann locker mit Füllmaterial ausgestopft und seitlich am Körper angenäht, ungefähr an der Stelle, wo beim Körper das Ocker-Garn aufhört und das Minze-Garn anfängt.

Die Beine nähst Du (nach dem Ausstopfen) unten am Körper so an, dass die Kitty sowohl gut auf einer Fläche, als auch an einer Kante (sodass die Beinchen nach unten baumeln) sitzen kann.Entdeckung der Woche: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Dann fehlt nur noch die kleine rosa Nase und schon ist sie fertig! Du fragst Dich jetzt vielleicht, warum die Kitty keinen Schwanz hat. Weil ich zu bequem war? Naja, ehrlich gesagt ist es mir erst ziemlich spät eingefallen, dass ich ihr einen hätte verpassen können. Mache ich vielleicht noch. Wenn, dann würde ich ihn ähnlich wie die Arme und Beine in Ringeln machen, vielleicht mit 8 Maschen im Rund.

Lisitipp: Musikalisches Baby-Geschenk

Wer das Kuscheltier noch aufpimpen will, kann eine kleine Aufzieh-Spieluhr (solche Spieluhren kann man im Netz bestellen, zum Beispiel bei Butinette.de) im Bauch verstecken. Gut mit Füllmaterial umpackt und mit der Aufzieh-Schnur hinten oder unten am Körper, kann man damit dann nicht nur kuscheln, sondern sich auch von der Melodie ins Traumland dudeln lassen.Anleitung: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn

Das Baumwollgarn ist sehr weich und anschmiegsam, daher lässt es sich gut verarbeiten und ist bestens geeignet für Babys und Kleinkinder. Wenn Du auf der Suche bist nach weiteren Anleitungen für Babygeschenke, kann ich Dir die Anleitung für den Buchstaben-Body oder die Strickanleitung für Babyschühchen empfehlen.

<<< Viel Spaß beim Nachhäkeln und: Miau! >>>      

6 Gedanken zu “Anleitung: Amigurumi-Kitty aus veganem myboshi-Garn häkeln

    1. Oooh, vielen vielen Dank! Ich bin auch ganz verliebt in die Farbkombi – es passt alles so schön zusammen… Danke nochmal für das Garn und für’s Teilen!
      Liebste Grüße,
      Lisi

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